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Brigitte Schwarz Bildhauerei und Keramik

Ausstellungen

Ausstellungen & Presse

Eine chronologische Übersicht der Ausstellungen, ergänzt um den Pressespiegel.

  • 2003

    „Ruhe in Präsenz“ – Einzelausstellung mit der Performance „Phönix“. Eckhaus 27, Hauptstraße 27, 35435 Wettenberg-Krofdorf-Gleiberg. 1. bis 23. November 2003.

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Zu ergänzen: weitere Ausstellungen sind belegt, aber noch nicht datiert – internationale Beteiligungen (u. a. Dänemark, Neuseeland), die Teilnahme am „Fletcher Award“ sowie die frühere Ausstellung „Mumien“ am Gießener Hardthof. Bitte mit Jahr und Ort ergänzen.

Pressespiegel

Gießener Anzeiger · 3. November 2003 · von Thomas Schmitz-Albohn

In der Dämmerung stieg Phönix aus der Asche

Ausstellung „Ruhe in Präsenz“ mit der Performance „Phönix“ in Krofdorf-Gleiberg

Rauchschwaden zogen am Samstagnachmittag über die Hauptstraße in Krofdorf-Gleiberg und schienen die Menschen von überall her geradezu anzulocken. Ursache des Rauchs waren zwei Holzstämme, die auf dem Bürgersteig vor dem „Eckhaus 27“ (Hauptstraße 27) munter vor sich hin loderten. Doch statt der Feuerwehr rückten zahlreiche Schaulustige – darunter eine große Kinderschar – an, um ein außergewöhnliches Schauspiel zu erleben: Hier sollte nämlich in den nächsten Minuten der sagenhafte Phönix aus der Asche emporsteigen. Phönix – das war das in der ägyptischen und griechischen Mythologie als heilig verehrte Vogelwesen. Nach uralter Überlieferung verbrannte sich Phönix alle 500 Jahre selbst auf einem Scheiterhaufen und stieg anschließend verjüngt wieder aus der Asche auf.

Die Krofdorfer Künstlerin Brigitte Schwarz, die früher im Gießener Hardthof zu Hause war und dort auch noch ihr Atelier hat, beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit seit über zehn Jahren mit den Themen Tod und Vergänglichkeit. So sah man vor ein paar Jahren ihre „Mumien“ im finsteren Eiskeller des Hardthofes. Sie hat bereits weltweit, zum Beispiel in Dänemark und Neuseeland, ausgestellt und erfolgreich am „Fletcher Award“, einem der renommiertesten Keramikwettbewerbe, teilgenommen. Nun zeigte sie zur Eröffnung ihrer Ausstellung „Ruhe in Präsenz“ im „Eckhaus 27“ ihre Performance „Phönix“.

Dazu hatte sich im angrenzenden Hof bei allmählich einsetzender Dämmerung eine große Menschenmenge versammelt, die wie gebannt auf einen großen Aschehaufen mit allerlei verkohlten Stöcken schaute. Rund um den Haufen brannten einzelne Holzscheite, und an der Wand dahinter standen archaisch wirkende Kultgegenstände aus Federn und Stoff. „Guck mal, da bewegt sich was“, sagte ein Kind zu seiner Mutter – und tatsächlich, aus dem erloschenen Scheiterhaufen lugte plötzlich eine Hand hervor, die sich im sanften Rhythmus der Musik hin und her wiegte. Nach und nach kam ein Wesen mit Vogelmaske, Phönix, zum Vorschein und tanzte um den Scheiterhaufen. Dabei hob die Performance-Künstlerin je eines der Schilde empor und beschwor die Kräfte der Sonne und der Hingabe, des Loslassens und des Sterbens, des Neubeginns und der Leichtigkeit.

Nach der Performance hatte das Publikum ausgiebig Gelegenheit, die in allen drei Stockwerken des „Eckhauses 27“ ausgestellten Arbeiten von Brigitte Schwarz zu besichtigen – Schilde, Wasser- und Feuerschalen, Lichtgöttinnen sowie Werke mit Titeln wie „Vom Schweren zum Leichten“, „Die Alte“, „Schwanger“, „Toter Phönix“, „Engel“, „Mortal Table“ und das mottogebende „Ruhe in Präsenz“.

Pressetext aus dem Gießener Anzeiger vom 3. November 2003. Wiedergabe mit Quellenangabe; alle Rechte beim Verlag und beim Autor.